Love's Surrogates II

23:48 min
live Performance
Elizabeth Foundation for the Arts, New York

Auf einer dekontextualisierten Kommode stehend, ein Artefakt von Privatsphäre, entfaltet Marcin eine Erzählung über die Kindheit ‘des Mädchen’, weisst auf die Achterbahn ihres Liebesleben, sowie Machtverhältnisse innerhalb ihrer Familie hin. Jede Sequenz findet eine humorvolle Interpunktion, als Marcin sich immer wieder von der Kommode über ein Mini-Trampolin auf den Bauch einer riesigen Skulptur (ein blaues Hund-ähnliches Tier) wirft, das in Rückenlage mit knorrigen Knien und Ellbogen da liegt.

Im Anschluss nimmt Marcin einen Mann aus dem Publikum, ein konkretes Beispiel für die Interaktion 'des Mädchen', setzt ihn auf einen Stuhl und gibt ihm eine innige Umarmung. Die peinliche Mini-Romanze wird gelöst, als ein Tango Tänzer in die Szene tritt und sie auf einen dynamischen Tango inmitten des Publikums entführt.


Durch die existentielle Selbstbefragung zeigt Marcin die ambivalente Welt der Emotionen von ihrer tragisch-komischen Seite. Und fordert den Betrachter auf, eine Position zu den Erlebnissen ‘des Mädchen’ zu beziehen.